Otto F. (Fritz) Beer (Pseudonyme: Erik Ronnert, K. Murr, Hubert Eicken, Fritz Presber, Erik Rondini, Frederick O’Beery), geboren am 8. 9. 1910 in Wien, gestorben am 22. 4. 2002 in Wien, war ein österreichischer Journalist und Schriftsteller. Er studierte zunächst Musik am Konservatorium, danach Germanistik und Philosophie und promovierte 1932 mit einer Dissertation über Mozart und das Wiener Singspiel. Mit seiner journalistischen Tätigkeit begann er beim „Neuen Österreich“ und schrieb später auch für das „Neue Wiener Journal“ und das „Neue Wiener Tagblatt“. Von 1939 bis 1945 war Otto F. Beer Soldat. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“ und der „Welt am Abend“; von 1949 bis 1952 leitete er die Kulturredaktion des „Standpunkt“ in Meran, danach die des „Neuen Österreich“ in Wien. Darüber hinaus war er als Kulturkorrespondent für verschiedene deutsche Zeitungen tätig, schrieb unter anderem für die „Zeit“, den „Rheinischen Merkur“ und die „Süddeutsche Zeitung“. Für seine Arbeit als Literatur-, Musik- und Theaterkritiker erhielt er zahlreiche Preise, darunter das deutsche Bundesverdienstkreuz, das ihm 1982 verliehen wurde, und der Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik (1989).
Otto F. Beer war neben der journalistischen Arbeit auch immer als Übersetzer und Schriftsteller tätig. Er verfasste bereits vor dem Zweiten Weltkrieg seinen ersten Roman „Kulissen der Welt“ (1938) und danach viele weitere Romane, Hörspiele, Theaterstücke und Filmdrehbücher. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören „Ich, Rodolfo, Magier“ (1965), „Christin-Therese“ (1967) und „Der Fenstergucker“ (1994). In einer äußerst produktiven Zusammenarbeit mit Peter Preses sind mehrere Theater-Komödien entstanden, darunter „Man ist nur zweimal jung“ (1955), das 1958 auch verfilmt worden ist. Der meistzitierte Satz von Otto F. Beer ist: „Liebe deine Feinde; denn sie ärgern sich darüber.“
Der Nachlass von Otto F. Beer wäre unweigerlich verloren gegangen, wenn der befreundete Nachbar, der Journalist Wolfgang Mayr, die Materialien nicht in letzter Sekunde vor der Räumung gerettet hätte.

Nachlass

Zugangsdatum 2019
Umfang 32 Archivboxen
Status Geordnet
Benutzung Benutzbar
Enthält Werke, Korrespondenzen, Lebensdokumente, Sammelstücke
Details Inhaltsübersicht
Achtung
Lesesäle am Heldenplatz und Papyrusmuseum

Aufgrund von Dreharbeiten sind die Lesesäle am Heldenplatz sowie das Papyrusmuseum von Freitag, 1. März ab 15 Uhr bis Samstag, 2. März, 15 Uhr geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.

Prunksaal und Augustinerlesesaal

Aufgrund von Dreharbeiten bleibt der Prunksaal vom 27. Februar bis inklusive 12. März 2024 geschlossen. Die laufende Sonderausstellung „BILD MACHT POLITIK“. Yoichi Okamoto. Ikone der Nachkriegsfotografie“ ist noch bis Sonntag, 25. Februar zu sehen.

Der Augustinerlesesaal bleibt von 27. Februar bis inklusive 8. März 2024 geschlossen.
In dieser Zeit sind Aushebungen im Prunksaal nicht möglich. Als Ersatz steht der Studienlesesaal der Sammlung von Handschriften und alten Drucken (Josefsplatz 1 im linken Gebäudeflügel, Handschriftenstiege 2. Stock) zu den regulären Öffnungszeiten zur Verfügung. Wir danken für Ihr Verständnis.