Die Rechtsgrundlagen der Österreichischen Nationalbibliothek

Primäre Rechtsgrundlage der Österreichischen Nationalbibliothek ist das Bundesmuseen-Gesetz 2002, mit dem sie – analog zu den Bundesmuseen – den Rechtsstatus einer wissenschaftlichen Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes erlangte. Als vollrechtsfähige Institution ist sie seither aus der unmittelbaren Bundesverwaltung ausgegliedert, agiert als autonome Rechtsperson und ist in wirtschaftlichen Angelegenheiten einem Kuratorium verantwortlich.

Das Bundesmuseen-Gesetz 2002 (BGBl. I, Nr. 14/2002, in der geltenden Fassung) definiert die Österreichische Nationalbibliothek in folgender Weise:

§ 13. (1) Die Österreichische Nationalbibliothek ist eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechtes des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit. Als Nationalbibliothek sind ihr unbewegliche und bewegliche Denkmale im Besitz des Bundes zur Erfüllung ihres kulturpolitischen und wissenschaftlichen Auftrags als gemeinnützige öffentliche Aufgabe anvertraut. Sie ist eine Stätte der geistig-kulturellen Identität Österreichs, ein Ort der kulturellen Begegnung sowie des wissenschaftlichen Diskurses und bewahrt in ihren historischen Sammlungen einmalige Quellen zum Weltkulturerbe.

(2) Sie trägt Verantwortung für die Bewahrung, den Ausbau, die wissenschaftliche Bearbeitung und die Präsentation des ihr anvertrauten kulturellen Erbes. Als umfassende Bildungseinrichtung entwickelt sie zeitgemäße und innovative Formen der Wissens- und Kulturvermittlung und pflegt den fachlichen Diskurs sowie die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Einrichtungen des Bibliotheks- und Forschungsbereiches.

(3) Zweck der Österreichischen Nationalbibliothek ist der Ausbau, die wissenschaftliche Bearbeitung und Erschließung, die Bereitstellung und langfristige Erhaltung sowie die Verwaltung des ihr auf Dauer oder bestimmte Zeit sinngemäß nach § 5 Abs. 1 überlassenen oder von ihr erworbenen Sammlungsgutes unter Beachtung der Grundsätze der Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

In der Bibliotheksordnung der Österreichischen Nationalbibliothek werden ihre Aufgaben im Detail festgelegt.
Das Mediengesetz und die ergänzende Pflichtablieferungsverordnung regeln die Ablieferung von Bibliotheksstücken an die Österreichische Nationalbibliothek.

Zur Ablieferung von Medien an die Österreichische Nationalbibliothek siehe den entsprechenden Abschnitt im Kapitel „Pflichtablieferung“.

Sammelrichtlinien

Hier finden Sie die Richtlinien gemäß des gesetzlichen Sammelauftrags der Österreichischen Nationalbibliothek zum Download: 

Sammelrichtlinien

Erklärung zu potenziell schädlichen und verletzenden Inhalten

Der Katalog und die Webseiten der Österreichischen Nationalbibliothek bieten Zugang zu vielen Millionen von analogen Beständen und digitalen Objekten des österreichischen kulturellen Erbes und des Weltkulturerbes.
Die Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek umfassen die gesamte Geschichte Österreichs, und es ist unsere Aufgabe, diese Bestände zu bewahren und zugänglich zu machen. Einige Inhalte können schädlich oder schwierig zu betrachten sein und veraltete, voreingenommene, beleidigende, rassistische und möglicherweise gewalttätige Ansichten und Meinungen widerspiegeln. Darüber hinaus können einige Materialien, die aufgrund ihrer historischen Bedeutung aufbewahrt werden, sich auf gewalttätige Ereignisse beziehen.
Als Gedächtnisinstitution und Archivbibliothek trägt die Österreichische Nationalbibliothek die Verantwortung, Publikationen unterschiedlichster Inhalte, Quellen und (zeit)geschichtlicher Hintergründe zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Bestände werden keiner Bewertung durch die Bibliothek unterzogen und dienen vor allem der wissenschaftlichen Recherche. Die Österreichische Nationalbibliothek distanziert sich ausdrücklich von allen diskriminierenden, gewaltverherrlichenden und nationalsozialistischen Inhalten. (= §11 der Benützungsordnung der Österreichischen Nationalbibliothek). Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an benuetzung[at]onb.ac.at.

Achtung
Lesesäle am Heldenplatz und Papyrusmuseum

Aufgrund von Dreharbeiten sind die Lesesäle am Heldenplatz sowie das Papyrusmuseum von Freitag, 1. März ab 15 Uhr bis Samstag, 2. März, 15 Uhr geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.

Prunksaal und Augustinerlesesaal

Aufgrund von Dreharbeiten bleibt der Prunksaal vom 27. Februar bis inklusive 12. März 2024 geschlossen. Die laufende Sonderausstellung „BILD MACHT POLITIK“. Yoichi Okamoto. Ikone der Nachkriegsfotografie“ ist noch bis Sonntag, 25. Februar zu sehen.

Der Augustinerlesesaal bleibt von 27. Februar bis inklusive 8. März 2024 geschlossen.
In dieser Zeit sind Aushebungen im Prunksaal nicht möglich. Als Ersatz steht der Studienlesesaal der Sammlung von Handschriften und alten Drucken (Josefsplatz 1 im linken Gebäudeflügel, Handschriftenstiege 2. Stock) zu den regulären Öffnungszeiten zur Verfügung. Wir danken für Ihr Verständnis.