Blogs

WIENER ZEITUNG: Schicksalsjahre der ältesten noch erscheinenden Tageszeitung der Welt

Bibliothek

05.09.2022
Geschichte in Geschichten
Das Wiener Diarium Nr. 1 in einer Ausstellungsvitrine

Unsere aktuelle Story wirft einen Blick auf die bewegte Geschichte und hinter die Kulissen der ältesten noch erscheinenden Tageszeitung der Welt. Anhand einer Zeitreise durch unsere wertvollen Bestände beschäftigen wir uns mit dem Werdegang des Blattes und diversen einschneidenden Ereignissen, die die Blattlinie über die Jahre geprägt haben.

Autoren: Miloš Jović, Martin Forster

Abb. 1: 1. Ausgabe der Wiener Zeitung als „Wiennerisches Diarium“, 1. Jahrgang 1703.

Der komplette Erscheinungsverlauf der Wiener Zeitung befindet sich – bis hin zur » ersten Ausgabe von 1703, damals noch als Wiennerisches Diarium – im Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek, was unser Haus natürlich auch zu einem großen Teil der » Pflichtablieferung zu verdanken hat. Soweit es das Urheberrecht erlaubt, derzeit bis 1951, ist der Bestand auch bereits digitalisiert und – mit nur ganz wenigen Lücken – in » ANNO, dem virtuellen Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek, verfügbar. 57.807 Ausgaben mit 1.122.622 Seiten sind hier derzeit abrufbar und auch im Volltext durchsuchbar.

Neben den in ANNO verfügbaren Digitalisaten können LeserInnen auch den » Mikrofilm und die » Druckausgabe benützen. Die aktuellsten Ausgaben liegen in unserem Zeitschriftenlesesaal bereit, oder können in » wiso Presse und » Austria-Kiosk FreeLounge eingesehen werden.

Es war an einem Mittwoch, am 8. August 1703, als auf Initiative Kaiser Leopolds I. die Wiener Zeitung, zunächst unter dem Namen Wien(n)erisches Diarium und in noch sehr kleiner Auflage, erstmals erschien. 1780 folgte die » Umbenennung in „Wiener Zeitung", unter welcher das Blatt ohne Unterbrechung, ausgenommen den Jahren des 2. Weltkrieges, bis zum heutigen Tag fast täglich erscheint. Die Zeitung befand sich von 1703 bis 1857, etwa eineinhalb Jahrhunderte, in Privatbesitz und konnte sich mit heutigem Stand annähernd 320 Jahre auf dem österreichischen Zeitungsmarkt behaupten. Zunächst erschien sie zweimal wöchentlich, ebenso wie die » Ordinari-Zeitungen des 17. Jahrhunderts und seit den napoleonischen Kriegen als Tageszeitung. Die einfache Erklärung warum das Wien(n)erische Diarium in Wiener Zeitung und nicht in Österreichische Zeitung umbenannt wurde, ist, dass durch die Betonung Wiens sichergestellt werden sollte, dass das Blatt dem kaiserlichen Wien nahestand. (vgl. » 8. August 1703 - Erste Ausgabe des Wiennerischen Diarium, S. 13)

Abb. 4: » Das erste Redaktionslokal am Wildpretmarkt

Johann Baptist Schönwetter, der im Haus „Zum roten Igel“ am Wildpretmarkt sein Büro hatte, war der erste Herausgeber und ließ die Zeitung im Regensburgerhof am Lugeck drucken.

Abb. 5: » Das erste Druckereilokal am Lugeck

Die damalige Berichterstattung war für ein gebildetes und politisch aufgeschlossenes Publikum bestimmt, aber auch über die gesellschaftlichen Ereignisse, wie u.a. Bälle, oder auch die Ergreifung eines Diebes – und sogleich erfolgte Lynchjustiz – wurde berichtet. (vgl. » Wilhelm Böhm: Von J. B. Schönwetter bis Friedrich Uhl, S. 8 f.)

Abb. 7: » Diebstahl, 13. Februar 1704

Am 31. Dezember 1707 erschien erstmals der kaiserliche Adler im Kopf der Zeitung, somit wurde die Nähe zur Regierung auch symbolisch repräsentiert. Am 11. Mai 1712 wurde das Wienerische Diarium zum ersten Mal mit nur einem “n” veröffentlicht. (vgl. » Periode 1703-1780, S. 66)

Abb. 9: » Wienerisches Diarium, 11. Mai 1712

Am 18. Dezember 1721 wird in dem ersten erhalten gebliebenen Rechtsdokument ein Vertrag auf drei Jahre über das Wienerische Diarium abgeschlossen und der Universitätsbuchdrucker Johann Peter van Ghelen in die Pflicht genommen, die Zeitung in der bisherigen Weise und zum bisherigen Preis herauszugeben. (Vgl. » Wilhelm Böhm. Von J. B. Schönwetter bis Friedrich Uhl, S. 10 f.)

Druckerei und Redaktion befanden sich damals im Fleckhammerhaus, heute Michaelerplatz 3, in den Räumlichkeiten der Firma van Ghelen. (Vgl. » Die Produktion - Moderne Herstellung, moderner Druck, S. 32.)

„[…] so kann man sich die Wirkungsstätte der Verfasser – Redakteure – der “Wiener Zeitung” im Jahr 1790 als sehr einfache und schmucklose Räume vorstellen. Gearbeitet wurde an Stehpulten, nicht an Schreibtischen, in einfacher Alltagskleidung.“
(» ebd., S. 32)

Abb. 11: » Wunderbares Kopfbild aus der Zeit der Ghelen‘schen Druckerei, 7. Juli 1790

Ab 1782 wurde die Berichterstattung um internationale Themen erweitert. Conrad Dominik Bartsch wurde neuer Redakteur und zog in das Geschäftshaus am Wiener Michaelerplatz ein. Ganz im Sinne seiner demokratischen Ansichten und gemäß den Intentionen des josephinischen Reformwerks gestaltete er die Wiener Zeitung aus. Seine größte journalistische Leistung war mitunter die schnellste Verbreitung des vollen Wortlauts der 1789 im revolutionären Frankreich verkündeten Erklärung der Menschenrechte. (» Es begann als "Wiennerisches Diarium", S. 48.)

Abb. 12: » Die übersetzte Erklärung der Menschenrechte vom 26. August 1789, 9. September 1789

Die Napoleonischen Kriege brachten sowohl das Land als auch die Wiener Zeitung in eine ernste Lage. Wien war zeitweise besetzt und unter Anordnung Napoleons erschien die Wiener Zeitung als Besatzungsorgan unter der Leitung eines französischen Journalisten. Zu den Änderungen gehörte zudem, dass das Blatt erstmals seit seinem Bestehen fast täglich erschien. (» ebd., S. 48 f.)

Abb. 14: » Kriegsbericht, 8. Juli 1809

Mit der Rückkehr Conrad Dominik Bartsch’ an die Redaktionsspitze nach der Napoleonischen Besatzung, wurde ab 1811 das reguläre tägliche Erscheinen beibehalten. Um dem publizistischen Unternehmen schließlich das Überleben in den Jahrzehnten des Metternich‘schen Regimes bis 1848 zu sichern, verpflichteten die Ghelen´schen Erben den Journalisten Joseph Carl Bernard. Unter seiner bis 1847 andauernden Redaktion standen diverse Weltereignisse und Kulturelles, und weniger die Innenpolitik, im Vordergrund. (» ebd., S. 49)

Abb. 16: » Erste öffentliche Eisenbahn, 17. Dezember 1825

Als schließlich auch in Wien 1848 die Revolution der Studenten, Bauern und Arbeiter gegen die unzumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen im Metternich’schen System ihren Lauf nahm, Barrikaden gebaut und auf den Straßen gekämpft wurde, war die Wiener Zeitung auf der Seite der Revolutionären zu finden.

Für eine Ausgabe verschwand sogar der kaiserliche Doppeladler von der Titelseite. Auch vom Verlagsgebäude wurde der Doppeladler entfernt.

Abb. 17: » Titelseite der Wiener Zeitung ohne kaiserlichen Doppeladler, 29. Mai 1848.

Je nach politischer Gesinnung, wurde in späteren Jahren diese Tatsache von Kommentatoren entweder als Schande oder aber als große Leistung der Redaktion betrachtet. (Vgl. » Schicksalsjahr der Pressefreiheit, in: „275 Jahre Wiener Zeitung“, S. 21.) Über die Rolle der Wiener Zeitung in diesem so wichtigen Jahr in der österreichischen Geschichte, findet sich übrigens auch eine spannende » Dissertation in unseren Beständen.

Aber auch betreffend des Formates gab es 1848 gleich zwei Änderungen: die Zeitung erschien ab 1. Jänner in einem – ausländischen Vorbildern nachempfundenen – riesigen Format von ca. 36x55cm, um schon im August desselben Jahres auf das handlichere „Groß-Quart-Format“ (in etwa 27x36cm) zu schrumpfen. (Vgl. „» Die zurechtgestutzte Zeitung“.)

Die mehr oder weniger direkte Reaktion auf die Rolle der Zeitung im Revolutionsjahr war aber schließlich deren Übernahme durch den Habsburgischen Staatsapparat im Jahr 1857. Der Staat habe damals „nach der Zeitung gegriffen“ formulierte es der aktuelle Chefredakeur Walter Hämmerle in einem » Interview in » Die Presse vom letzten Jahr. (Tipp: Mit ihren Zugangsdaten, die sie beim Kauf einer Jahres- oder auch Tageskarte bekommen, haben Sie gleichzeitig auch » Zugang zu den online-Ausgaben von aktuellen Tageszeitungen, die sie über unser Datenbank-Infosystem » DBIS finden können).

Abb. 18: » Friedrich Uhl. Lithographie von Georg Decker

1872 übernahm mit Friedrich Uhl einer der hervorragendsten Journalisten Österreich-Ungarns das Steuer. Unter der Obhut Franz Josephs wagte er eine Neuausrichtung der Blattlinie und baute eine Zeitung auf, die neben umfangreichen politischen Nachrichten zuvorderst auf Kunst und Kultur setzte. (Vgl. » Es begann als "Wiennerisches Diarium", S. 50.)

Abb. 20: » Bericht über eine Theateraufführung in Wien, 3. März 1888

Vermutlich bereits wider besseren Wissens musste die Wiener Zeitung durch ihr Naheverhältnis zum Kaiserhaus am 31. Jänner 1889 eine Falschmeldung verbreiten, in dem sie das Ableben von Kronprinz Rudolf einem „Herzschlag“ zuschrieb.

Abb. 21: » Titelblatt der Wiener Zeitung vom 31. Jänner 1889.

Aber auch die anderen Zeitungen des Landes hatten an diesem Tag nicht die Wahrheit über den Selbstmord von Rudolf und seiner Geliebten Mary Vetsera verkündet, wovon man sich in » ANNO ganz leicht ein Bild machen kann. Erst mit Verspätung erschien ein Nachruf auf den Kronprinzen in der Wiener Zeitung, in dem man auch die wahre Todesursache bekannt gab.

Abb. 23: » Jubiläumsnummer der Wiener Zeitung 1703-1903

Uhl hielt die Redaktion bis 1900 und seine Nachfolger führten seinen Erfolg bis 1914, teilweise sogar noch in der Zeit des Ersten Weltkriegs, fließend fort. Zu Kriegsbeginn vertrat das Blatt den offiziellen Standpunkt der k. und k. Monarchie, wobei man den öffentlichen Lagebeurteilungen der Entente-Mächte gleichfalls Raum schenkte. (Vgl. » Es begann als "Wiennerisches Diarium", S. 50.)

Abb. 25: » Eingreifen der Entente, 15. August 1918

Die Wiener Zeitung blieb bis zum Ende der Monarchie eines der größten Kulturorgane des Vielvölkerstaates. Am 12. November 1918, dem Gründungstag der Republik, fand sich der kaiserliche Adler zum letzten Mal am Zeitungskopf – bemerkenswerterweise bedeutete der Zusammenbruch der Habsburgermonarchie aber nicht gleichzeitig das Ende des Blattes. (ebd., S. 50)

Abb. 27: » Wiener Zeitung in der Bäckerstraße von 1894-1940

Bei den Arbeiteraufständen im Jahr 1933 musste das Blatt dann die Regierungspropaganda des Ständestaates übernehmen. Ein Schicksaal, welches die Wiener Zeitung mit der gesamten Presse des Landes teilte. Wie zu Metternichs Zeiten wurde auch zensiert.

Abb. 28: » Haupteingang zur „Wiener Zeitung“, 1932. Bäckerstraße 20. Wien 1

Der damalige Chefredakteur Ferdinand Reiter schrieb Jahre später in einer Festschrift davon, dass es der offizielle Auftrag des autoritären Regimes war, die Zeitung zu einem „echten Staatsorgan“ umzugestalten. Ein dramatischer Rückschritt von der in der Folge der Revolution 1848 erkämpften Pressefreiheit. (» Vgl. „Ausgestaltung in kritischer Zeit“, in: 250 Jahre Wiener Zeitung. S. 41)

Abb. 29: » Ferdinand Reiter, Chefredakteur der Wiener Zeitung (undatiert)

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland wurde Chefredakteur Reiter abgelöst. In weiterer Folge wurde die Zeitung immer mehr ausgehöhlt, bis schließlich nur noch der amtliche Teil erschien. Auch die Leserschaft war dadurch im Schwinden begriffen. Im Jahr 1940 wurde die Zeitung schließlich gänzlich eingestellt.

Abb. 30: » Titelblatt vom 29. Februar 1940. Rückblick und Abschied.

» Am 29. Februar 1940 verabschiedete sich die Redaktion von ihren LeserInnen:

„Mit der heutigen Ausgabe stellt die „Wiener Zeitung" ihr Erscheinen ein. Als ein Wesen der Zeit haben auch Zeitungen, wie schon ihr Gattungsname verkündet, eine Lebensbahn; auch sie haben einem Lebenszweck zu dienen, ihn zu erfüllen, schließlich zu beendigen. Nach 237jährigem Bestände tritt die „Wiener Zeitung" in das Schattenreich, in dem die Menschen, Geschehnisse und Begriffe, die ihre Bände einst erfüllten, bereits versammelt sind. In allen Schicksalsstunden des Reiches erfüllte die „Wiener Zeitung" was am 3. August 1703, als das erste „Blättl" die Offizin des Johann Baptist Schönwetter in der Rauhensteingasse verließ, ihr als Sinn dieser Stunde auf den Lebensweg mitgegeben wurde: ein Instrument des Staates zu sein, eng verbunden mit den Geschicken des Staates.“
(» Zitat vom Titelblatt vom 29. Februar 1940)

Der amtliche Teil wurde in Folge vom „Völkischen Beobachter“ übernommen und somit direkt dem NS-Regime unterstellt.

Mit dem Wiedererstehen der Republik Österreich 1945, meldet sich am 21. September 1945 auch dessen seit Jahrhunderten agierender journalistischer Begleiter zurück, erneut unter Chefredakteur Ferdinand Reiter und unter schwierigen Arbeitsbedingungen - aber bereits mit dem Wappen der Republik am Zeitungskopf. (Vgl. » Es begann als "Wiennerisches Diarium", S. 51)

Abb. 31: „» Wiener Zeitung“, 1945-09-21, Seite 1

Am 15. Mai 1955 erschien die Staatsvertrags-Extraausgabe:

Abb. 32: » Extraausgabe der „Wiener Zeitung“, 15. Mai 1955

Die 60er- und 70er-Jahre brachten Modernisierungen im Erscheinungsbild, in den 80er Jahren gelang es Mitarbeiterstab und Teilbereiche der Redaktion auszubauen. (ebd., S. 51)

„[…] dennoch hinkt das Blatt der Entwicklung auf dem Zeitungsmarkt hinterher. Es herrscht Unsicherheit, wie es weitergehen soll. […] 1989/90 droht sogar das Aus, im letzten Moment gelingt die Rettung.“ (ebd., S. 51)

1998 schöpft die Wiener Zeitung neue Hoffnung, denn sie löste sich von der Staatsdruckerei ab und erhielt die Rechtsform einer GmbH, die im Eigentum des Bundes steht. Vier Jahre später folgt der Umzug in ein neues Haus und seit 2003 wird das Blatt in der Wiener Druckerei Herold gedruckt. (ebd., S. 51)

Abb. 33: » Jubiläumsausgabe der Wiener Zeitung, 8. August 1978

Im Jahr 2003 – zum 300-jährigen Jubiläum – erschien auch wieder eine Festschrift, inklusive eines Begleitteils zur Ausstellung „» Zeiten auf Seiten“ die in diesem Jahr in der Österreichischen Nationalbibliothek stattfand. In ihrem Beitrag zu dieser Festschrift wies unsere Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger auf die besondere Verbundenheit der Wiener Zeitung mit der Österreichischen Nationalbibliothek hin, die bis zurück in die Zeit des Diariums und der damaligen Hofbibliothek reicht. (Vgl. „Alles Denckwürdige, so von Tag zu Tag…“ in: » Zeiten auf Seiten, S. 53.)

Quo Vadis?

Auch aktuell kann man getrost von einer schicksalshaften Zeit für die Wiener Zeitung sprechen: man erinnere sich an die im letzten Jahr heftig diskutierte mögliche Einstellung der Tageszeitung als Reaktion auf das von der Regierung verkündete geplante Ende der verpflichtenden Veröffentlichungen im Amtsblatt. Eine bisher tragende finanzielle Säule würde damit entfallen. Die Redaktion hat sich in Folge kämpferisch gezeigt um den Fortbestand des Blattes zu sichern. Zuletzt ist es in der Öffentlichkeit eher still geworden um das Thema, davor gab es seitens der Politik aber auch wieder versöhnlichere Töne zu hören.

Seit einigen Jahren gibt es ein Redaktionsstatut, welches die Zusammenarbeit zwischen Eigentümer – nach wie vor der Republik Österreich - Herausgeber, Geschäftsführung und der Redaktion der Wiener Zeitung in Bezug auf journalistische und redaktionelle Fragen regelt:

„Die Redaktion agiert unabhängig und frei von jeglicher äußeren Einflussnahme von Einzelpersonen, politischen Parteien, Unternehmen, Institutionen, öffentlichen Einrichtungen, Lobbys und Interessensgruppen sowie religiös und ideologisch orientierten Gruppen.“
(Zitat aus dem » Redaktionsstatut)

Die Wiener Zeitung ist außerdem Mitglied des Österreichischen Presserats und hat sich damit den Regeln des Ehrenkodex verschrieben.

Die historischen Ausgaben sind durch die Digitalisierung und der Möglichkeit den Volltext automatisiert zu durchsuchen ein unbezahlbarer Schatz für ForscherInnen. Aber Fakt ist auch, dass ein Wegfall der jetzigen Wiener Zeitung als Tageszeitung ein geschichtsträchtiger Verlust für den österreichischen – und europäischen – Zeitungsmarkt wäre.
 


Zu den Autoren: Miloš Jović, BA und Mag. Martin Forster sind Mitarbeiter der Abteilung Kundenservices, Leserberatung und Schulungsmanagement.


 

Quellen:

250 Jahre Wiener Zeitung : WZ 1703 - 1953 ; eine Festschrift (1953). Wien: Österr. Staatsdr. » http://data.onb.ac.at/rec/AC01819260

275 Jahre Wiener Zeitung : Dienstag, 8. August 1978. Nr. 182 (1978). Wien: Verl. d. Österreichischen Staatsdruckerei. » http://data.onb.ac.at/rec/AC03960348

Traxler-Gerlich, N., Bochskanl, P. and Österreichische Nationalbibliothek (2003) 300 Jahre Wiener Zeitung : 1703 - 2003 ; eine Festschrift ; mit einem Begleitteil zur Ausstellung "Zeiten auf Seiten" in der Österreichischen Nationalbibliothek ; [Jubiläumsmagazin] Wien: Wiener Zeitung-GmbH.
» http://data.onb.ac.at/rec/AC03697919

Die älteste bestehende Tageszeitung der Welt. Zugriff: 01.09.2022
» https://www.wienerzeitung.at/unternehmen/geschichte/2000177-Die-aelteste-bestehende-Tageszeitung-der-Welt.html

Die zurechtgestutzte Zeitung. Zugriff: 01.09.2022
» https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/zeitreisen/2110811-Zurechtgestutzte-Zeitung.html

Redaktionsstatut der Wiener Zeitung. Zugriff: 01.09.2022
» https://www.wienerzeitung.at/unternehmen/redaktionsstatut/789561-Redaktionsstatut-der-Wiener-Zeitung.html