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Vielfältige Schriftstücke aus dem Land am Nil



Fast alle Bestände in unserer Sammlung kommen aus Ägypten, wo Papyrus im trockenen Klima erhalten blieb. Die ältesten Objekte stammen etwa aus dem 15. Jh. v. Chr., die jüngsten aus etwa dem 16. Jh. n. Chr.

Die Schriftstücke dokumentieren alle Sprachen und Schriften, die in der wechselhaften Geschichte des Landes am Nil seit dem pharaonischen Neuen Reich verwendet wurden. Die umfangreichsten Bestände liegen in arabischer, griechischer und koptischer Sprache vor, aber auch die Zahl der hieroglyphischen, hieratischen und demotischen Texte ist beträchtlich. Den weniger zahlreichen hebräischen, aramäischen, syrischen, äthiopischen und lateinischen Texten sowie den Urkunden in Pehlevi (Mittelpersisch) kommt aus historischen Gründen große Wichtigkeit zu, da sie die multilinguale Kultur des Landes dokumentieren oder konkrete geschichtliche Situationen beleuchten.

Papyrologisches Millennium

Eine besonders reich dokumentierte Periode ist – entsprechend der allgemeinen papyrologischen Überlieferung – die Zeit vom 3. Jh. v. Chr. bis zum 7. Jh. n. Chr. In diesem „papyrologischen Millennium“ war Ägypten zunächst Teil der hellenistischen Staatenwelt und ab 30 v. Chr. eine Provinz des Römischen Reiches. So bezeugen die auf Papyrus und verwandten Schriftträgern überlieferten Texte vor allem die Geschichte des griechisch-römischen, dann byzantinisch-christlichen Ägypten. Daneben blieben die enchorischen Traditionen sowie die ägyptische Sprache (die im Koptischen weiterlebt) stets lebendig, auch als 641 n. Chr. das Land an die Araber fiel und ein langsamer, über Jahrhunderte dauernder Prozess der Arabisierung und Islamisierung begann.

3000 Jahre Papyrusgeschichte unter einem Dach

Die in der Papyrussammlung bewahrten Schriftstücke spiegeln die genannten historischen, kulturellen, linguistischen und religiösen Veränderungen über einen Zeitraum von etwa 3000 Jahren wider. Das Schwergewicht der Sammlung liegt in den dokumentarischen Texten der Spätantike (4.–7. Jh. n. Chr.).

 

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