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Pressemeldung


26. Jänner 2017

Monika Sommer-Sieghart ist HGÖ-Direktorin


Die Historikerin Mag. Dr. Monika Sommer-Sieghart wird die erste Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich (HGÖ), das 2018 in der Neuen Burg am Heldenplatz eröffnet. Dies teilte Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger am Donnerstag, 26. Jänner, bei einer Pressekonferenz mit. Ihre Entscheidung basiert auf einem Dreier-Vorschlag, den der Wissenschaftliche Beirat des HGÖ unter Vorsitz von Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb erstellt hat.

Mag. Dr. Monika Sommer-Sieghart wurde 1974 in Linz geboren, studierte Geschichte und Fächerkombination Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Germanistik in Graz und schloss ihr Geschichte-Studium mit Auszeichnung an der Universität Wien ab; das Thema ihrer Dissertation: „Museum – Gedächtnis – Identität“.

Nach mehrjährigen Tätigkeiten u. a. an der Akademie der Wissenschaften sammelte sie zwischen 2003 und 2013 im Wien Museum umfangreiche Erfahrungen: Fünf Jahre war sie als Assistentin von Direktor Dr. Wolfgang Kos wesentlich an der erfolgreichen Neupositionierung und dem Change-Prozess des Museums beteiligt, weitere fünf Jahre verantwortete sie als Kuratorin zahlreiche historische Ausstellungen und die Betreuung der Sammlungsbestände im Department „Geschichte und Stadtleben 1500–1918“.

Seit 2006 ist sie Co-Leiterin des Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und Praxis an der Universität für Angewandte Kunst Wien mit Schwerpunkt Vermittlungsarbeit in Museen. Der Lehrauftrag „Nationalsozialismus ausstellen“ führte sie zwischenzeitlich ans Institut für Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität in Linz. Ebenfalls in Linz organisierte sie im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres „Linz 2009“ das Projekt „In Situ“, bei dem 65 Linzer Orte im öffentlichen und digitalen Raum mit ihren Bezügen zur NS-Herrschaft thematisiert wurden. Museologisch beratend tätig war sie zuletzt u. a. für das Dom Museum Wien und die Tiroler Landesmuseen.

Seit 2014 leitet sie das umfangreiche und international besetzte Kulturprogramm des Europäischen Forums Alpbach.

Weitere Ausstellungs- und Projekterfahrung sammelte sie u. a. als Co-Kuratorin der Ausstellung „41 Tage. Kriegsende 1945 – Verdichtung der Gewalt“, die 2015 am Heldenplatz und im Äußeren Burgtor gezeigt wurde und danach auch von Graz und Linz übernommen wurde. Aktuell läuft im Äußeren Burgtor die von ihr mitkuratierte Ausstellung „Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse“, die noch bis 30. Juni zu sehen ist.

Die Bestellung der HGÖ-Direktion erfolgte gemäß § 16 Abs. 6 des Bundesmuseen-Gesetzes. Für diese Leitungsfunktion haben sich insgesamt 13 Personen beworben, davon fünf Frauen und acht Männer. 12 Bewerbungen kamen aus Österreich, eine aus dem Ausland. Auf Basis der Bewerbungen hat der Wissenschaftliche Beirat des HGÖ einen Dreier-Vorschlag erarbeitet, der der Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek zur Entscheidung übermittelt wurde. 

Honorarfreie Pressefotos:

Pressekontakt:
Mag. Thomas Zauner
Kommunikation und Marketing
Josefsplatz 1
1015 Wien
Tel.: +43 1 534 10-270
thomas.zauner@onb.ac.at

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