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Andreas Okopenko: Tagebücher aus dem Nachlass (Hybridedition)


Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer
Institut für Germanistik der Universität Wien
Tel.: +43 (1) 4277-474 13
E-Mail: roland.innerhofer@univie.ac.at

Kooperationspartner:
PD Dr. Bernhard Fetz (Österreich)
Tel.: +43 (1) 534 10-344
Fax: +43 (1) 534 10-340
E-Mail: bernhard.fetz@onb.ac.at

Projektmitarbeiter:
Mag. Holger Englerth (Literaturarchiv, ab 2018)
E-Mail: holger.englerth@onb.ac.at
Laura Tezarek, MA (Literaturarchiv, bis 2017)
Dr. Desiree Hebenstreit (Institut für Germanistik)
E-Mail: desiree.hebenstreit@univie.ac.at
Dr. Arno Herberth (Institut für Germanistik)
E-Mail: arno.herberth@univie.ac.at

Finanzierung: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Laufzeit: 1. Oktober 2015 bis 30. September 2018

 

Kurzbeschreibung:

Grundlage für dieses FWF-Projekt ist der 2012 durch das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek erworbene Nachlass des österreichischen Schriftstellers Andreas Okopenko. In dessen Zentrum stehen die umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen, die Okopenko zeit seines Lebens akribisch führte und die Vorstufen zu zahlreichen seiner Werke sowie zugleich eine Vielzahl an Kommentaren zum österreichischen Literaturbetrieb und zur Zeitgeschichte enthalten.
Ziel des in enger Kooperation zwischen dem Institut für Germanistik der Universität Wien und dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek durchgeführten Projektes ist die digitale Nutzbarmachung dieses Bestandes in einer von Okopenko in seinen Werken und in seinen Schreibverfahren selbst antizipierten Hypertextstruktur. Im Zuge der Edition wird der Gesamtnachlass aufgearbeitet und in Teilen feinerschlossen. In diesem Zusammenhang sollen auch die eigenständigen experimentellen Verfahrensweisen des Autors neu gewürdigt werden, die ihn bereits früh zentrale Strukturelemente der Postmoderne wie auch der Digital Humanities antizipieren ließen – etwa die Hypertext-Struktur im „Lexikon-Roman“, das rückläufige Erzählen in „Kindernazi“ oder die Poetik des „Fluidum“. Das Projekt stellt einen wichtigen Beitrag zu den Forschungen im Bereich Digital Humanities an der ÖNB dar.
Während Okopenkos zentrale Bedeutung für die österreichische Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts außer Frage steht, ist sein Werk immer noch von einer „Stille“ umgeben, welche mit der frei zugänglichen und nachhaltigen digitalen Präsentation der Tagebuchaufzeichnungen und einer gedruckten Auswahledition aufgehoben werden soll. Neben dem biografischen und literarischen ist auch der literaturhistorische Wert des Materials zweifellos hoch, da damit ein alternativer Blickwinkel auf die Entwicklung des österreichischen Literaturbetriebs präsentiert wird, für den Okopenko zeit seines Lebens eine Randfigur darstellte.
Die technische Realisierung der digitalen Tagebuchedition erfolgt nach den Standards der Text Encoding Initiative (TEI): Sämtliche relevanten Dokumente werden transkribiert, nach einem bestimmten Schema codiert und digital verwertbar gemacht. Somit kann das Material ohne Interpretationsschritte seitens der HerausgeberInnen zuverlässig erfasst, über die Projektwebsite in unterschiedlichen Ansichten (Faksimiles, diplomatische Transkriptionen, Quellcode) dargestellt und laufend durch zusätzliche Verlinkungen angereichert werden. In einem weiteren Schritt werden die Digitalisate und die codierten Transkriptionen mit einem genetisch-kritischen Apparat und einem Kommentar versehen, die in den XML-Code integriert werden und ggf. über Normdaten auf andernorts verlinkte Personen-, Werk- und Sachdaten verweisen. Gestalterisch kombiniert sollen die Textzeugnisse mit zeitgenössischem Bildmaterial, Fotografien, Zeitungsausschnitten sowie Audio- und Videodateien werden. Gemäß dem Konzept einer Hybridedition wird zum Projektabschluss auf Basis der digitalen Gesamtedition eine gedruckte Auswahledition der Tagebücher angestrebt. Die digitale Edition der Tagebücher wird auf dem Server der Österreichischen Nationalbibliothek eingerichtet.

Lesen Sie mehr zu diesem Projekt in unserem » Forschungsblog.

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