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Die Berge von Montsant, 1. Hälfte 18. Jahrhundert


Berge von Montsant, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts
Abb.: Berge von Montsant, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, La Montagna de Mont sant, ohne Ort, ohne Jahr (18. Jahrhundert), lavierte Federzeichnung über Bleistift, 56,5 x 43,5 cm, ÖNB/KAR: ALB Vues 10625

Die lavierte Tuschezeichnung zeigt das etwa 100 km westlich von Barcelona gelegene katalanische Gebirge Serra de Montsant mit seinen fast 1200 m hohen Gipfeln. Sie bietet eine anschauliche Darstellung verschiedener Orte, Klöster, Kapellen und Einsiedeleien. Im Zentrum liegt das Kartäuserkloster Cartoixa de Scala Dei, die 1163 gegründete älteste Kartause Spaniens. Das Kloster spielte bei der Ausbreitung des Ordens eine wesentliche Rolle, war sehr wohlhabend und mit umfangreichem Grundbesitz ausgestattet. Heute ist es eine Ruine. Die Vogelschauansicht war wohl als graphisches Beweisdokument in einer Auseinandersetzung um Besitzrechte in Bezug auf die Einsiedeleien entstanden.

Dem Zweck der Darstellung entsprechend, setzt sich die Aussage der Zeichnung aus der Kombination zwischen der graphischen Wiedergabe und den umfangreichen Erläuterungen zusammen. Die Ansicht gibt das Gebiet der Serra de Montsant zwischen den Flüssen Rio Montsant und Rio Siurana, von Südosten betrachtet, wieder. Die zwei wichtigsten Städte in der weiteren Umgebung, Tarragona und Lérida, sind zur Orientierung eingetragen. Alle Siedlungen des Gebietes werden lagerichtig dargestellt.

Die Örtlichkeiten sind mit Buchstaben gekennzeichnet, die am Rand in einer umfangreichen Legende erläutert werden. Die darüber gruppierten Texte beschreiben die Gegend und geben die Entfernungen der eingezeichneten Orte zum Kloster an. Erwähnt werden die Wälder am Nordhang sowie die angebauten Nutzpflanzen Mandeln, Wal- und Haselnüsse, Oliven, diverse Gemüse. Die Entfernungsverhältnisse entsprechen jedoch ebenso wenig den wirklichen Gegebenheiten wie die Darstellung des Gebirgsmassivs. Einer Hypothese zufolge, könnte die Zeichnung durch Emigranten im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges nach Österreich gelangt sein.

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