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Eine Besucherin und eine Besucher bestaunen eine Vitrine im Prunksaal

Welches „besondere Objekt“ wollen Sie im Prunksaal sehen? Stimmen Sie jetzt ab! In dieser Runde stehen drei außergewöhnliche Objekte aus der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek zur Auswahl. Bis 1. August 2021 läuft das Voting. Das Siegerobjekt können Sie voraussichtlich ab 16. Jänner 2022 im Prunksaal bewundern! 

Was darf es als Dessert sein?
Musikalische Leckerbissen

Musik wird oft als „kulinarische“ Kunst bezeichnet, schließlich war sie in der Vergangenheit als „Tafelmusik“ im Einsatz und auch in der Gegenwart wird sie noch gern als Untermalung für Feste aller Art eingesetzt. Aber kulinarische Themen und Symbole können auch der Inhalt von Musikstücken sein. Dafür stehen zahlreiche Werke aus der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!Am 2. August geben wir das Gewinnerobjekt auf unserer Website bekannt.

Ihre Stimme zählt!

Sie haben die Wahl: Voten Sie hier für Ihren persönlichen Favoriten! 
Pro IP-Adresse kann einmal abgestimmt werden.

Objekt 1: Johann Sebastian Bach: „Kaffeekantate“
Originalhandschrift, 1734

In der „Kaffeekantate“ zeigt sich Bach von seiner heiteren Seite: Es geht um einen Streit zwischen Vater und Tochter, zwischen Herrn Schlendrian und seiner Tochter Liesgen, insbesondere um Liesgens Vorliebe für das Kaffeetrinken, das der Vater scharf missbilligt. Seine Drohungen fruchten nichts; erst als er ihr die Erlaubnis zur Heirat in Aussicht stellt, lenkt sie ein – aber nur scheinbar, denn sie will nur einen Mann akzeptieren, der ihr weiterhin den Kaffee gestattet. Die Dichtung stammt von Christian Friedrich Henrici („Picander“), der auch den Text zur „Matthäuspassion“ verfasste. Ihre erste Aufführung erlebte die Kantate vermutlich 1734 im Leipziger Café Zimmermann. Die Stimmen gelangten über den Wiener Musikforscher Raphael Georg Kiesewetter in die Österreichische Nationalbibliothek.

Objekt 2: Antonio Cesti: „Il pomo d’oro“
Textbuch mit Kupferstichen zu den zeitgenössischen Bühnenbildern, 1668

Die Festoper „Il pomo d’oro“ („Der goldene Apfel“) sollte anlässlich der Hochzeit Kaiser Leopolds I. mit Margarita Teresa von Spanien 1666 aufgeführt werden. Doch zahlreiche Verzögerungen bewirkten, dass es erst 1668 zu dem glanzvollen Ereignis kam. Die zeitgenössischen Bühnenbilder, gestaltet von Lodovico Burnacini, geben einen lebendigen Eindruck der szenenreichen, alle Möglichkeiten der barocken Bühnentechnik ausschöpfenden Opernhandlung, die sich – der zeitgenössischen Tradition gemäß – der antiken Mythologie bedient und das Urteil des Paris in den Mittelpunkt stellt, der der schönsten von drei Göttinnen den „goldenen Apfel“ überreichen soll; schließlich erhält die junge Kaiserin den begehrten Preis.

Objekt 3: Alban Berg: Konzertarie „Der Wein“
Originalhandschrift, 1929

Im Winter 1928/29 bestellte die Sängerin Ruzena Herlinger bei Alban Berg eine „große Arie oder Kantate im modernen Stil, wie Mozart so viele hatte“. Berg war eben dabei, seine Oper „Lulu“ in Angriff zu nehmen, doch er schob den „Wein“ ein, der in mancher Hinsicht wie eine Vorstudie zu „Lulu“ anmutet: Auch hier bedient sich Berg der Zwölftontechnik, die er jedoch in sehr individueller Weise anwendet, wobei die Bildung tonaler Elemente möglich bleibt und auch Tangoklänge einbezogen werden. „Der Wein“ basiert auf Gedichten von Charles Baudelaire in der Übersetzung Stefan Georges und thematisiert unterschiedliche emotionale Zustände: „Die Seele des Weines“, „Der Wein der Liebenden“ und „Der Wein des Einsamen“.

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