Die Universum Film A.G. begleitete ihre Filmpremieren stets mit aufwendigen Kampagnen. Auf Litfaßsäulen, Häuserwänden, in U- und S-Bahnen wurde schon Wochen vorher für die Filme geworben. Für Berlin und Wien, die beiden deutschsprachigen Kinometropolen, ließ die Ufa exklusive Uraufführungsplakate drucken. Die bedeutendsten Ufa-Plakate der Jahre 1918 bis 1943 werden nun erstmals in einer Ausstellung gezeigt. Zu sehen sind Plakate von Filmen späterer Hollywood-Regisseure: Ernst Lubitsch ist mit "Carmen", "Madame Dubarry" und "Sumurun" vertreten, Friedrich Wilhelm Murnau mit seinen Meisterwerken "Der letzte Mann" und "Faust".
Eine Liste der für die Ufa tätigen Filmschaffenden mit österreichischen Wurzeln ist lang und bleibt trotzdem unvollständig: die Regisseure Jakob und Luise Fleck, Karl Grune, Fritz Lang, Joe May, Richard Oswald, G.W. Pabst, Josef von Sternberg, Wilhelm Thiele; die Drehbuchautoren Carl Mayer, Walter Reisch und Berthold Viertel; die Komponisten Ralph Benatzky und Artur Guttmann; die Kameramänner Karl Freund, Otto Kanturek und Franz Planer; der Filmarchitekt Oskar Friedrich Werndorff sowie die Schauspieler Elisabeth Bergner, Willy Eichberger, Nora Gregor, Fritz Grünbaum, Liane Haid, Hans Jaray, Oskar Karlweis, Peter Lorre, Gerda Maurus, Mia May, Adolf Wohlbrück und noch einige andere mehr. Sie alle bildeten einen konstitutiven Teil der Erfolgsstory der Ufa. Für die überwiegende Mehrheit der Genannten war nach 1933 kein Platz mehr in Deutschland. Einige gingen zurück nach Österreich, einige emigrierten nach Hollywood oder England. Aber auch in der Zeit des Nationalsozialismus waren Österreicher weiter bei der Ufa tätig: Hedwig Bleibtreu, Rudolf Forster, Paul Hörbiger, Hilde Krahl, Kurt Meisel, Hans Moser, Rudolf Prack, Annie Rosar, Oskar Sima, Leo Slezak oder die Regisseure Eduard von Borsody, Karl Hartl und Gustav Ucicky. Sie alle schienen die aus Deutschland vertriebenen Kollegen nicht sonderlich zu vermissen.