Graphic Design in Vienna
1918-1938

Künstlerbiographie:
Porträt  

Franz Probst (Litzlberg/Attersee 2. 8. 1903 - 19. 9. 1980 Wien)

Besuch der Jugendkunstklasse Franz Cizeks an der Wiener Kunstgewerbeschule; 1918 Lehre in der Kunstdruckerei Albert Berger und Besuch der Kunstschule Johannes Ittens in Wien; 1919 mit Itten Übersiedlung nach Weimar ans Bauhaus; (...) 1921-22 Studium an der allgemeinen Abteilung der Wiener Kunstgewerbeschule bei Franz Cizek; 1940 als Spritzlackierer für Flugzeuge der deutschen Wehrmacht eingesetzt; nach 1945 als Hilfsarbeiter am Wiederaufbau Wiens beteiligt; seit 1967 wieder als Maler tätig.
(Christoph Bertsch und Markus Neuwirth: Die ungewisse Hoffnung. Österreichische Malerei und Graphik zwischen 1918 und 1938. Wien 1993)

Otto Breuer (Mattersburg 26. 7. 1897 - 10. 11. 1938 Purkersdorf)

Breuer ging 1919 als Schüler von Johannes Itten gemeinsam mit Carl Auböck und Franz Probst ans Bauhaus nach Weimar, kehrt aber bald zurück und beendete 1922 sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Wien. Gleichzeitig war er ab 1919 Schüler von Adolf Loos. Breuer war mit der Keramikerin Grete Neuwalder verheiratet.
Zwischen 1921-29 besaß er ein gemeinsames Atelier mit Albert Linschütz. Seine bedeutendsten Bauten sind die beiden Häuser in der Wiener Werkbundsiedlung von 1932.
Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde sein Vermögen 1938 von den Nazis beschlagnahmt und arisiert. Am Tag nach der "Reichskristallnacht" nahm er sich im Sanatorium Purkersdorf das Leben.

(Dank an Iris Meder für die wichtigen Informationen.)

Fritz Feuer (Lebensdaten unbekannt)

Über den Architekten Fritz Feuer sind keine näheren Lebensdaten bekannt. In den zwanziger Jahren beteiligte er sich an Wettbewerben, u. a. zur Verbauung des Schmerlingplatzes und des Gaudenzdorfer Gürtels und errichtete um 1928 für die Baugenossenschaft "Heimhof" ein Einküchenhaus in Wien.

(Dank an Iris Meder für die wichtigen Informationen)