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Julius Klinger (Wien 22. 5. 1876 - 1942? Minsk)
Studium am Technologischen Gewerbemuseum.
Ab 1895 Zeichner beim Frauenmagazin "Wiener Mode", später Illustrator bei den "Meggendorfer Blättern".
1896 Übersiedlung nach München, ein Jahr später nach Berlin.
Hier entfaltete er bis 1915 eine rege Tätigkeit im Bereich der Gebrauchsgraphik. Gemeinsam mit der Druckerei "Hollerbaum und Schmidt" entwickelte er eine neue Art der funktionellen Plakatgestaltung und errang damit bald internationale Anerkennung. Nach dem Krieg eröffnete er in Wien ein Atelier für Gebrauchsgraphik, in dem er auch Kurse für moderne Gebrauchsgraphik abhielt. 1923 Herausgabe des Musterbuches "Poster Art in Vienna". Gestaltete Plakate, Schutzmarken, Briefpapiere, Inserate und Schriften. Mitglied des Deutschen Werkbundes und des Bundes Österreichischer Gebrauchsgraphiker (BÖG). Im Zweiten Weltkrieg verhaftet und laut Polizeiregister am 2. 6.1942 nach Minsk abgemeldet, wo er wahrscheinlich noch im selben Jahr umgekommen ist.
(aus: Bernhard Denscher: Österreichische Plakatkunst 1898-1938. Wien 1992)
Die Österreichische Nationalbibliothek besitzt 22 Plakate von Julius Klinger.
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