ÖNB

Die Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ist der reizvolle Versuch einer Annäherung an ein Thema, das allen selbstverständlich erscheint und das doch keiner unzweideutig veranschaulichen kann - Erotik, ein ästhetisches Begleitphänomen der Sexualität, das die Menschheit von allem Anfang an bewegte.

Erotik ist das Begehren, die Andeutung, die Umschreibung, manchmal das Verhüllende - nicht die Sache selbst. Erotik ist ein Medium, das sich vielfältiger kultureller Ausdrucksformen bedient: der Musik, des Wortes, des Bildes...

Die Sammlungen
Dementsprechend finden sich in der Österreichischen Nationalbibliothek mit ihren Sammlungen aus vier Jahrtausenden zahlreiche Zeugnisse erotischen Schaffens. Ob es sich um Illustrationen mittelalterlicher Handschriften, um ein Autograph aus dem Rosenkavalier handelt oder um Männerakte in arkadischen Landschaften um 1900 - stets ist es die subjektive, erotische Auffassung der Schaffenden - die Auslegung ist immer Angelegenheit der Rezipienten.

Die Ausstellung
vermittelt ein facettenreiches Bild der Erotik durch zwei Jahrtausende aus verschiedensten Kulturen - wie es der subjektiven Wahrnehmung der Menschen von Erotik entspricht. Ein Kaleidoskop zum Wesen der Erotik, zusammengestellt aus modernen Schallplattenhüllen, aus Lyrik von Erich Fried und Prosa von Hilde Spiel, aus Fensterl- und Hurenliedern, barocken Mätressendarstellungen und Atelierfotografien der 20er Jahre, aus Schätzen der Buchkultur von Codices über Inkunabeln bis zu bibliophilen Ausgaben der Gegenwart lädt ein zum Nachdenken, Informieren und Genießen.

Die Präsentation
der erotischen Objekte aus den zehn Sondersammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek von ägyptischen Papyri bis zu Sonetten in Esperanto folgt einerseits chronologischen, andererseits inhaltlichen Kriterien. Dabei erfährt der Besucher auch wissenswertes über Entstehungsgeschichte und Bestände der Sammlungen.

 

Die Österreichische Nationalbibliothek dankt folgenden Verlagen und Unternehmen für die Unterstützung der Ausstellung sowie Praskac Pflanzenland für die Damenspende zur Eröffnung.

» Sponsoren der Ausstellung