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Der verbotene Blick. Erotisches aus zwei Jahrtausenden ist auch der
Titel einer Publikation, in der rund 30 AutorInnen sich dem Thema aus unterschiedlichen
Richtungen nähern. SchriftstellerInnen, JournalisInnten, WissenschafterInnen sorgen
für die Mannigfaltigkeit der Vorstellungen von Eros und Erotik. Von der philosophischen
Betrachtung (Konrad P. Liessmann, Roland Girtler) über journalistische Eingrenzungsversuche
(Michael Krassnitzer) bis hin zu literarischem Unbehagen (Ilse Kilic, Günter Brus)
und sittengeschichtlichen Betrachtungen (Josef Schweikhardt, Alexander Sixtus
von Reden) finden sich zahllose Facetten des Themas. Beziehungen zum Film, zum
Militär, zum Schönheitsbegriff, zur Prostitution oder auch zur Buchkultur werden
abgetastet.
Kaleidoskopartig spiegeln die Sammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek
die kulturellen Erscheinungsformungen der Erotik durch einen Zeitraum von zwei
Jahrtausenden wider - von der bildlichen Darstellung auf Papyrus über musikalische
Erscheinungsformen bis zur Verbalerotik des jüngst verstorbenen Ernst Jandl. Großen
Umfang nimmt auch die Fotografie ein.
Dieses Werk zeigt mit 360 Abbildungen mehr als es eine Ausstellung vermag und
vertieft das Thema in kulturästhetischer Betrachtungsweise.

Der verbotene Blick. Erotisches aus zwei Jahrtausenden.
356 Seiten, 360 Abbildungen, alle in Farbe
Verlag Ritter - Klagenfurt, 2002.
ISBN: 3-85415-320-1
EUR 29,-
Erhältlich in der Österreichischen Nationalbibliothek und im Buchhandel