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1905-1982
für die unglücklichen Opfer der Verfolgung geschmähter Rassen versucht sich an einer Form, die in etwas einer "symphonischen Dichtung" nahe kommt (zu: Kettenreaktion kontra) |
Theodor Sapper, geboren am 16. 9. 1905 in Feldbach (Steiermark), gestorben am 1. 10. 1982 in Wien. Sapper war mit bedeutenden Schriftstellern wie Hermann Broch, Elias Canetti, Theodor Däubler, Albert Ehrenstein oder Anton Kuh bekannt. Er war in den 20er und 30er Jahren Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften und bereiste 1931 Spanien und Nordafrika, was sich in der Folge in Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen niederschlug. 1960 wurde er Dozent für Literaturgeschichte an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Sapper war einer der ersten, der mit seiner Anthologie "Alle Glocken der Erde. Expressionistische Dichtung aus dem Donauraum" auf die vergessenen Autoren des österreichischen Expressionismus hingewiesen hat. Als Schriftsteller war er von der Tradition des Spätexpressionismus beeinflußt. Sein umfangreiches unveröffentlichtes (Teile liegen als Kassettenedition vor) Romanprojekt "Kettenreaktion Kontra" bezeichnete er als "Wort-Requiem" für die Opfer des Holocaust.
Zugangsdatum: 1991.
Umfang: 25 Schachteln.
Bestand eingeschränkt benutzbar.
Der Nachlaß wurde im Jahr 2003 mit Korrespondenzen (Akzessionsnummer 212/03), im Jahr 2007 mit Werkmanuskripten und -typoskripten (Akzessionsnummer 325/07) und 2008 mit Werken und Sammlungen (Akzessionsnummer 340/08) angereichert.
Recherche nach »Theodor Sapper«
im Handschriften, Nachlässe- und Autographen-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek (HANNA)