Österreichisches Literaturarchiv
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Ernst Fischer
1899-1972

Unterschrift Fischer


Ich halte zur Erkenntnis der Welt die Kunst,
zur Erkenntnis der Kunst den Marxismus für unentbehrlich


Ernst Fischer, geboren am 3. 7. 1899 in Komotau (Böhmen), gestorben am 31. 7. 1972 in Deutschfeistritz (Steiermark). Nach dem österreichischen Bürgerkrieg von 1934 engagierte sich Fischer stark in der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ). 1945 kehrte er aus dem Moskauer Exil nach Wien zurück, fungierte als erster österreichischer Unterrichtsminister und war danach bis zu seinem Tod freier Publizist. Nach den Enthüllungen über das Stalin-Regime vollzog er eine Revision seiner politischen Linie und bezog gegen den "Panzerkommunismus" und orthodoxe marxistische Literaturauffassungen Stellung, was 1969 seinen Ausschluß aus der KPÖ zur Folge hatte. Im autobiographischen Buch "Das Ende einer Illusion" von 1973 wird dieser Ablösungsprozeß selbstkritisch thematisiert. Fischers in den 60er Jahren geschriebene Bücher brachten ihm weltweites Ansehen als Theoretiker eines undogmatischen Marxismus. Schon während seiner Exilzeit suchte Fischer die nationale und kulturelle Eigenständigkeit Österreichs gegenüber allen großdeutschen Überlegungen essayistisch zu begründen. Er war seit 1955 mit Louise Eisler verheiratet.

Werke: Werkausgabe in Einzelbänden. Hg. von Karl-Markus Gauß. Frankfurt/Main: Sendler; Vervuert 1984ff.
Literatur: Ernst Fischer. Texte und Materialien. Hg. von Bernhard Fetz. Wien: Sonderzahl 2000 (= Österreichisches Literaturarchiv - Forschung 4)

  Betreuerkontakt
  Komposition von Mihály András zum 65. Geburtstag von Ernst Fischer

ÖLA 37/96: Teilnachlaß

Zugangsdatum: 1996.
Umfang: 99 Schachteln.
Bestand benutzbar.

Der Bestand ist systematisch geordnet (Ordnungssystematik).

Recherche nach »Ernst Fischer« im Handschriften, Nachlässe- und Autographen-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek (HANNA)
 


Letzte Änderung: Oktober 2009
Redaktion: Priv.-Doz. Dr. Volker Kaukoreit / Peter Seda