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1901-1983
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Otto Basil (gesetzlicher Name bis Oktober 1935: Otto Adam Franz Bazil; Pseudonyme: Markus Hörmann, Camill Schmall), geboren am 24. 12. 1901 in Wien, gestorben am 19. 2. 1983 ebenda. Basil begann in Wien und München mit dem Studium der Germanistik und Paläontologie. In der Zwischenkriegszeit erfolgten ab 1918 erste, zunächst vorwiegend verstreute Veröffentlichungen als Lyriker, Übersetzer und Essayist (u. a. in den Zeitschriften "Aufschwung", "Faun", "Muskete" und "Ver!"), während sich Basil seinen Lebensunterhalt als Journalist und Verlagslektor, Barpianist und Industrieangestellter (ab 1927 bei den Böhler-Werken) sicherte. Im 'angeschlossenen' Österreich erhielt er 1938 Schreibverbot. Ab 1945 arbeitete er als Pressereferent und Dramaturg am Wiener Volkstheater (bis 1947) und war Herausgeber der (avantgardistischen) Zeitschrift "Plan" (bis 1948), die er bereits 1937 vorbereitet hatte und von der 1938 nur zwei Nummern erscheinen konnten. Mit dem Nachkriegs-"Plan" setzte er Maßstäbe für eine neue österreichische Literatur: Er öffnete den Blick über die Grenzen des Landes mit Namen wie Bertolt Brecht, Albert Camus und T. S. Eliot, ließ die ältere Generation wie Hermann Broch, Heimito von Doderer und Albert Paris Gütersloh zu Wort kommen und stellte Paul Celan, Ilse Aichinger und Friederike Mayröcker vor. Bis 1964 war er Mitarbeiter der Tageszeitung "Neues Österreich" und bis zu seinem Tod freier Schriftsteller (P.E.N.-Mitglied) in Wien. Basil, der 1965 den Ehrenprofessor-Titel sowie den Preis für Publizistik der Stadt Wien erhielt, verfaßte zwei (noch heute) grundlegende Monographien über Georg Trakl (1965) und Johann Nestroy (1967), veröffentlichte Lyrik (u. a. "Apokalyptischer Vers", 1948) und den Roman "Wenn das der Führer wüßte" (1966). Eine Auswahl aus seinen profunden Theaterkritiken des Zeitraums 1947-1966 sind in dem von Paul Wimmer 1981 herausgegebenen Band "Lob und Tadel" versammelt. 1981 erhielt Basil den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.
Literatur: Otto Basil: Anruf ins Ungewisse. Werkauswahl und Information von
Walther Schneider. Graz, Wien: Stiasny 1967 (= Stiasny Bücherei:
Das österreichische Wort 151); Otto Basil und die Literatur um 1945. Tradition -
Kontinuität - Neubeginn. Hg. von Volker Kaukoreit und Wendelin Schmidt-Dengler.
Wien: Zsolnay 1998 (= Profile. Magazin des Österreichischen Literaturarchivs 2);
Anton Unterkircher: "Ausgesetzt bleibt alles, was ich schreibe". Briefe von Carl Dallago an Otto Basil. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv., Nr. 21/2002, Innsbruck: Brenner-Forum und Forschungsinstitut Brenner-Archiv 2003, S. 143-155.
Bibliographie: Amar Jhala: Auswahlbibliographie zu Otto Basil (2004).
Zugangsdatum: 1997.
Umfang: 34 Schachteln.
Bestand eingeschränkt benutzbar.
Zugangsdatum: 1997.
Umfang: 1 Mappe.
Bestand benutzbar.
ÖLA 104/98: Sammlung Albert Schedl
Zugangsdatum: 1998.
Umfang: 2 Mappen.
Bestand benutzbar.
ÖLA 107/98: Briefsammlung
Zugangsdatum: 1998.
Umfang: 2 Mappen.
Bestand benutzbar.
Recherche nach »Otto Basil«
im Handschriften, Nachlässe- und Autographen-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek (HANNA)