Geschichte

Unter dem Namen Österreichischer Zentralkatalog für Zeitschriften begann im Jahr 1952 an der Universität Wien ein Gemeinschaftsunternehmen. Ein Zettelkatalog wurde eingerichtet, der später durch einen Titelindex zugänglich war. Aus Platzmangel übersiedelte man ihn 1957 von der Universität Wien in die Nationalbibliothek und nannte ihn ab Mitte der 60er Jahre Zentralkatalog ausländischer Zeitschriften und Serien (ZAZ).
1962/63 gab der Zentralkatalog 5 Bände mit einem Index als sechsten Band heraus.
Den zweiten Teil des Zentralkataloges begann man im Januar 1964 unter dem Titel Neuere ausländische Periodika (NAP), und 1968 und 1976 wurden zwei Ergänzungsbände zum ZAZ herausgegeben.
1972 begann die grundlegende Planung für die Anwendung von Datenverarbeitung im Österreichischen Bibliothekswesen, deren Ziel der Aufbau eines österreichischen Bibliothekenverbundes war.
1974 wurde das Planungsbüro für wissenschaftliche Bibliotheken an der Österreichischen Nationalbibliothek gegründet und 1975 begann die Arbeitsgruppe für Datenverarbeitung, die österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken in ein einziges Bibliotheksnetz zu integrieren.
Die Vorbereitungen zur Errichtung einer automatisierten zentralen Zeitschriftendatenbank liefen in mehreren Phasen ab:

Während der ersten Phase (ca. 1974 - 1979) wurde die automatisierte Verarbeitung von Bibliotheksprojekten auf großen Computern des Computerzentrums der Universität Wien ausgeführt.
Der Gebrauch von lokalen Computern in der zweiten Phase, die die unabhängige Entwicklung der Verwendung von Datenverarbeitung in Bibliotheken anstrebte, konnte erst 1978 mit der Installierung des ersten lokalen Computers beginnen.
Die grundlegenden Pläne für die Österreichische Zeitschriftendatenbank (ÖZDB) wurden 1980 in der Studie für die Errichtung einer Österreichischen Zeitschriftendatenbank vorgelegt. Das Konzept war, die ÖZDB sowohl auf der Basis der Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK-WB), als auch auf der Verwendung von externen Daten der Titel- und Körperschaftsdatei der Zeitschriftendatenbank in Berlin aufzubauen.
Der erste Schritt dazu war, die Bedingungen der Zusammenarbeit zwischen der zentralen Verwaltung und den einzelnen Teilnehmern zu bestimmen.

Die Realisierung der Österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftendatenbank: In der Österreichischen Nationalbibliothek wurde eine eigene Abteilung gebildet, die für die Aufrechterhaltung eines zentralen Auskunftsdienstes für die österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken zuständig sein sollte und auch für den Aufbau und Betrieb einer Zeitschriftendatenbank.
Seit Juni 1984 wurde die ÖZZDB als Online-Verbundkatalog betrieben. Sie führte unter Einsatz moderner Technologie die Aufgaben des 1951 geschaffenen konventionellen Zentralkatalogs neuerer ausländischer Zeitschriften und Serien in österreichischen Bibliotheken - ZAZ fort.
Für den Betrieb der Datenbank standen ständig online gehaltene Fremddaten der ZDB-Berlin zur Verfügung, einerseits als bibliographisches Hilfsmittel, andererseits als nutzbare Datensätze. Aus dieser bibliographischen Angebotsmenge wurden bisher rund 170.000 Titel genutzt. Diese Datenmenge wurde durch Eigenkatalogisate vermehrt, daneben erfolgten auf Grund vollständiger vorhandener Bestände österreichischer Bibliotheken ständig verbessernde Korrekturen.

Die ÖZZDB-Online als Zeitschriften-Zentralkatalog: Seit September 1985 waren Online-Abfragen in der zentralen Datenbank der ÖZZDB nicht nur lokal möglich, sondern auch für die bereits gegründeten regionalen Zentren (Netzwerkanschlüsse anfangs an den Universitätsbibliotheken in Graz, Linz und Salzburg) via Datex-P.
Der Vollbetrieb begann im Mai 1986. Für Informationsaustausch zwischen den Teilnehmern und dem Bearbeitungszentrum in Wien gab es ein systeminternes E-mail-System.

Offline-Dienste:
  • Mikrofichausgaben von Periodika, die die ÖZDB enthält (Titel, Bestandsangaben und die beteiligten Körperschaften) - bis 1998
  • Gedruckte Ausgaben der Standorte - bis 1998
  • CD-ROM: Die 1. CD-ROM 1988 war das Resultat eines Pilotprojektes des Planungsbüros und der ÖZDB, auf Macintosh. Von 1994 - 1998 wurden in unregelmäßigen Abständen weitere CD-Roms herausgegeben.


  • Am 1.2.2000 war Redaktionsschluß im Produktionssystem auf der BULL-Anlage.In mehreren Schritten erfolgte die maschinelle Wandlung der Titel-, Körperschafts- und Bestandsdatensätze in ein ladbares MAB-Format, im laufenden ALEPH-System wurden die Daten geladen und indiziert, und am 12.3.2000 mit dem Laden der Körperschaften abgeschlossen.

    Nach der Migration der maschinenlesbaren Daten der ÖZZDB in ALEPH 500 des Österreichischen Bibliothekenverbundes entfällt die Aufgabe: Betrieb einer eigenen Datenbank.

    Das BULL-System wird derzeit noch einerseits als Referenzdatenbank für die Korrekturen, andererseits für die Endredaktion der bibliographischen Auswertungen des ORBI-Projektes benutzt.

    Gemeinsam mit der Migration der Daten in ALEPH wurde der ÖZZDB von Berlin PICA zur Abfrage und als Hilfe bei der Bearbeitung der Titel- und Körperschaftsdaten zur Verfügung gestellt.


    Migrierte Datensätze:

    Titel: 190.060 bestandstragende Titel mit 499.862 Beständen wurden für die Migration bereitgestellt, mitgenommen wurden zudem alle referenzierten Titel 1. Generation.
    Geladen wurden 229.335 Titel in ACC01 (ALEPH-Zentralkatalog für Titel).
    Körperschaften:bereitgestellt wurden ca. 18.000 Körperschaftsdatensätze (Eigenansetzungen im GKD-Kontingent) sowie alle durch die migrierten Titel angesprochenen sowie durch Korrekturen betroffenen GKD-Sätze (ca. 50.000). Diese Sätze durchliefen eine Dublettenkontrolle gegen die in ACC11 geladene aktuelle GKD, identische Dubletten wurden ausgeschieden, der Rest gekennzeichnet für die Dublettenbereinigung.
    Geladen wurden 21.094 migrierte GKD-Sätze.
    Bestände:migriert wurden 499.862 Bestände, in ACC60 geladen 491.687 Bestände.


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